
Unsere grösste Tour – Netto-Null bis 2040
Wir haben uns ein grosses Ziel gesetzt: Netto-Null bis 2040.
Vor einer Bergtour kennen wir unser Ziel. Den genauen Weg dorthin kennen wir noch nicht. Wir planen unsere Route, prüfen regelmässig, ob wir auf Kurs sind, lernen dazu und passen unseren Weg an, wenn neue Erkenntnisse oder bessere Daten dies erfordern.
Auf dieser Seite zeigen wir transparent, wo wir stehen, was wir verändern wollen, wie wir unseren Fortschritt messen – und wo wir heute noch keine belastbaren Antworten haben.
Warum machen wir uns auf den Weg?
Als Bergführerinnen und Bergführer erleben wir unmittelbar, wie sich die Bergwelt verändert. Verantwortung gehört zu unserem Beruf: Verhältnisse beurteilen, Entscheidungen treffen und die Konsequenzen tragen. Diese Haltung übertragen wir auf unseren Umgang mit dem Klima. Die Berge sind unser Arbeitsplatz und unser Erlebnisraum. Wir wollen dazu beitragen, dass sie dies auch für kommende Generationen bleiben. Deshalb strebt bergpunkt Netto-Null bis 2040 an.
Standortbestimmung – wo stehen wir?
Wir haben unseren Corporate Carbon Footprint für 2018/19 und 2024/25 mit dem BAFU Corporate Footprint Tool auf Basis des GHG Protocol berechnet. Der Carbon Footprint wurde ausgabenbasiert bilanziert. Die Bilanz dient uns deshalb vor allem dazu, Grössenordnungen und Hotspots zu erkennen. Veränderungen einzelner Leistungen – etwa unterschiedliche Unterkunftstypen – werden mit durchschnittlichen Emissionsfaktoren teilweise noch nicht sichtbar.
| Kennzahl | 2018/19 | 2024/25 | Veränderung |
| Gesamtemission | 114,4 t CO₂e | 103,3 t CO₂e | -9,7 % |
| Scope 1 | 2.93 t | 0.80 t | -66.7 % |
| Scope 2 | 0.34 t | 0.09 t | -72.2 % |
| Scope 3 | 111.68 t | 102.38 t | -8.3 % |
| Geschäftsreisen (Scope 3.6) | 19.10 t | 6.13 t | -67.9 % |
| Waren und Dienstleistungen (Scope 3.1) | 90.21 t | 94.01 t | +4.2 % |
Die zentrale Erkenntnis: Rund 99 % der bilanzierten Emissionen entstehen in Scope 3 – also ausserhalb des direkten Betriebs. 2024/25 entfallen rund 91 % des gesamten Corporate Footprints auf die Kategorie «eingekaufte Waren und Dienstleistungen». Damit liegt der wichtigste Hebel in der Gestaltung des Angebots und in der Zusammenarbeit mit Partnern und Lieferanten. Der Verzicht auf Flugreisen hat bewirkt, dass die Emissionen in Kategorie 3.6 «Geschäftsreisen» um 68% reduziert werden konnten im Vergleich zum Basisjahr 2019.
Hotspot
Abgeleitet von der Bilanzierung im Jahr 2025 konnten wir folgende Hotspots identifizieren:
Geschäftsreisen: 6%
Dies beinhaltet die An- und Abreise der Bergführerinnen und Bergführer zum Start der Tour
Eingekaufte Waren und Dienstleistungen: 92%
Innerhalb dieser Kategorie dominieren drei Unterkategorien:
- Beherbergungen: 61.5 %
- IT und Kommunikation: 22.6 %
- Ausrüstung und Bekleidung: 11.1%
Was unsere CO₂-Bilanz zeigt – und was nicht
Eine Zahl ist nicht die ganze Wahrheit. Unsere Bilanz zeigt den Corporate Carbon Footprint innerhalb der gewählten Bilanzgrenzen. Sie zeigt jedoch nicht automatisch alle Klimaauswirkungen, die mit unseren Touren verbunden sind oder die wir beeinflussen können.
Ein Beispiel ist die An- und Abreise unserer Gäste zum Treffpunkt. Sie ist für die Durchführung der Tour relevant und kann einen erheblichen Klimaeffekt haben, liegt aber ausserhalb unseres bilanzierten Corporate Footprints. Trotzdem gestalten wir Treffpunkte und Angebote so, dass eine Anreise mit dem öffentlichen Verkehr möglichst einfach ist. Unsere Verantwortung endet für uns nicht an der Bilanzgrenze.
Unsere Route
- 2018/19 – Ausgangspunkt: erste Bilanz / Basisjahr
- 2024/25 – Standortbestimmung: Bilanz aktualisieren und Hotspots verstehen
- 2026 – Route festlegen: Workshop, Reduktionsziele, Transformationsziele und Messgrössen beschliessen. Wir orientieren uns an wissenschaftsbasierten Reduktionspfaden.
- 2030 – erste Etappe: Near-Term-Ziele erreichen und Fortschritt überprüfen
- 2040 – Tourenziel: Netto-Null erreichen: tiefe Restemissionen im Vergleich zum Basisjahr 2019 nach weitreichender Reduktion. Die verbleibenden Emissionen werden neutralisiert.
Unsere Handlungsfelder
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Woran messen wir unseren Fortschritt?
Wir messen Fortschritt auf zwei Ebenen: Erstens mit unserem Corporate Carbon Footprint. Zweitens mit Transformationskennzahlen, die zeigen, ob sich unser Angebot und unsere Entscheidungen tatsächlich verändern. Das ist wichtig, weil durchschnittliche Emissionsfaktoren einzelne Verbesserungen heute nicht immer sichtbar machen.
- Corporate Footprint: t CO₂e absolut und Veränderung zum Basisjahr
- Mobilität: ÖV-Erreichbarkeit / ÖV-Anteil
- Unterkünfte: Anteil nach definierten Nachhaltigkeitskriterien und Datenqualität
- Verpflegung: Anteil vegetarischer/pflanzenbasierter Mahlzeiten
- Material: Langlebigkeit, Wiederverwendung, Reparatur, Neukäufe
- Partner: Anteil relevanter Partner mit definierten Klima-/Nachhaltigkeitskriterien