Bergpunkt

Klettern im Süden - Denti della Vecchia

Klettergarten, Mehrseillängenrouten, Grätli

Klettern im Tessin an den Denti della Vecchia


Der Sommer neigt sich dem Ende entgegen. Es kommt – manche munkeln – die schönste Jahreszeit im Tessin: Der Herbst! Steigeisen und Pickel in den Keller stellen und ab an den Fels. Wer ein paar Tage Zeit hat kann sich in den Denti della Vecchia gemütlich mit südlichem Ambiente vergnügen.


Hier hat es vom Sasso del Gatto bis zum Sasso Grande viele einzelne Klettermassive. Klettergärten, kurze Mehrseillängenrouten oder alpine Grätli locken in das südlichste Klettergebiet der Schweiz.


Das Dolomit-Klettergebiet Denti della Vecchia ist das kletterhistorisch erste und bedeutendste Tessiner Klettergebiet. Schon Anfang der dreissiger Jahre wurde hier mit Haken gesichert in Kletterschuhen mit Hanfsohlen geklettert.


Unterdessen sind diese Felsen nahe Lugano zu einem beliebten Plaisirgebiet geworden. Der Zustieg je nach Sektor und Übernachtungsort beträgt zwischen 20-40 Min. Gerade richtig um warm und wach zu werden.

Wer typische Tessiner Gerichte geniessen möchte, ist auf der Capanna (Grotto) Alpe Bolla oder Capanna Pairolo bestens aufgehoben. So startet man jeden Morgen gestärkt und gut gelaunt zu einem weiteren Kletterausflug.


Ferien für das Herz mit viel Fels.

Daniel Silbernagel

Übersichtskarte Schweiz
Baita del Luca: Eine gemütliche Selbstversorger-Unterkunft am Fuss der Denti della Vecchia

Baita del Luca: Eine gemütliche Selbstversorger-Unterkunft am Fuss der Denti della Vecchia

Kurzinfo

Ausgangs- / Endpunkt

a) Cimadera, Paese (im Val Colla) 1081 müM. (für Capanna Pairolo und Baita del Luca)

b) Sonvico, Rosone 800 müM. (für Baita del Luca)

c) Cadro, Municipio 471 müM. (für Grotto Alpe Bolla)


Anreise

Zug nach Lugano.

a) Bus nach Tesserete mit Umsteigen nach Cimadera, Paese;

b) Bus nach Sonvico, Stazione ARL mit Umsteigen nach Sonvico, Rosone;

c) Bus nach Lugano, Gerra mit Umsteigen nach Cadro, Municipio

Fahrplan/Preise: www.sbb.ch


Zugang

Von den jeweiligen Unterkünften a)–c) über markierte Wanderwege und viele kleine «Kletterpfade» an die Einstiege. Beste Übersicht in den Kletterführern. 20-40 Min.


Klettermöglichkeiten

Die Klettermöglichkeiten sind auf rund 25 Sektoren verteilt. Ist man das erste Mal im Gebiet, braucht es eine Weile bis man den Überblick hat. Es hat in allen Expositionen Routen, so dass man je nach Wunsch mit einer guten Tourenplanung immer in der Sonne oder im Schatten klettern kann.


Ideale Jahreszeit

Frühling bis Herbst. Wenn noch kein Schnee gefallen ist, kann auch im Winter geklettert werden.


Material / Landeskarten

Übliche Kletterausrüstung für Klettergarten oder Mehrseillängenrouten. Für die Grätli zusätzlich ein paar Klemmkeile, Camlots und Schlingen. Helm.

LK 286 Malcantone (1: 50 000), 1333 Tesserete (1: 25 000) oder als Offline-Karte auf dem Smartphone.

Kletterführer Ticino e Moesano (SAC Verlag), plaisirSüd (edition filidor), Tessiner Voralpen 5, Passo S. Jorio zum Generosa (SAC-Verlag)


Unterkunft / Hütte

a) Capanna Pairolo (1349 m)

b) Baita del Luca (Cioascio 1044 m), www.casticino.ch, baitaluca@casticino.ch, +41 79 681 81 68

c) Grotto Alpe Bolla (1128 m)


Wichtig, In allen Berghütten gilt:


  • Reserviere deinen Schlafplatz – ohne Reservierung keine Übernachtung
  • Besuche unsere Hütte nur in gesundem Zustand
  • Bringe selber mit: Schutzmasken, Desinfektionsmittel, Handtuch
  • Kein Schlafplatz ohne eigenen Hüttenschlafsack
  • Nimm deinen Abfall wieder mit ins Tal


Besonderes / Tipp

Wer gerne Trad klettert (Klettern ohne Bohrhaken): Im Tessin gibt es unzählige Routen, die selbst abgesichert werden müssen.

Buchtipp: TICINO keepwild! climbs & Kletterführer C(H)lean!


TICINO Keepwild! climbs

2. Auflage 2012

125 Routen im Tessiner Gneis zum selber Absichern, 3a–6b

Blum, Conradin, Kropac, Silbernagel

Direkt zum Buch: topoverlag.com/products/tessin-keepwild-climbs-kletterfuhrer-2-auflage-2012

Impressionen

Die Zacken verleihen den «Dentis» eine alpine Note.

Tourentipp zum Download

Den gesamten Tourentipp als pdf findest du hier zum herunterladen.

Text / Bilder © Daniel Silbernagel, topo.verlag